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Freitag, 30. November 2007

Friday's Flower Power


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Donnerstag, 29. November 2007

Lass mich


kurz nachdenken, was ich mit dem angebrochenen Tag anstelle ...

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Mittwoch, 28. November 2007

Der Novembermann


Der Titel des Films gefällt mir schon sehr gut, die dahinter stehende Geschichte um Lebenslügen und Sehnsüchte klingt spannend, ist mit großen Charakter-Darstellern besetzt und spielt auf Sylt - wobei ich glaube, dass der maritime Hintergrund einer Insel dem Stück noch mehr Dramatik verleiht.

Heute Abend, um 20.15 Uhr in der ARD - Der Novembermann

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Montag, 26. November 2007

Zu vermieten - Teil 2


Texte

Wie beschreibt man am besten die zu vermietende Unterkunft? Zu viel Text schreckt ab, eine spärliche Kurzfassung wirft Fragen auf. Gelungen ist eine tabellarische Übersicht mit den wichtigsten Kriterien und einer zusätzlichen Beschreibung, wobei auch noch so genannte „Piktogramme“ (z.B. Telefon, Terrasse/Balkon, Nichtraucher, Haustiere erlaubt usw.) oder Grundriss-Zeichnungen die Informationen bildhaft auf einen Blick unterstützen können. Anhand der beschriebenen Merkmale sollte sich ein Gast, der weder das Haus noch die Insel kennt, einen umfassenden Überblick verschaffen können.

Ausführliche Informationen sind bei Ferienwohnungen besonders wichtig, deshalb richten sich die nachfolgenden Beispiele an ihnen aus. Andere Unterkünfte wie Appartements, Doppel- , Einzel-, Familien- und Privatzimmer kommen mit weniger Angaben aus, doch je konkreter desto besser. Denn wie ist ein kleines, mittleres oder großes Doppelzimmer zu verstehen? Hier hilft die Angabe in Quadratmetern deutlich weiter oder eine Zusatzbeschreibung, welches Mobiliar außer dem Doppelbett noch im Raum vorhanden ist (z.B. Sitzgruppe, Trennung von Wohn- und Schlafraum usw.).

Im tabellarischen Teil können folgende Angaben untergebracht werden, die sich konkret auf die Unterkunft beziehen:

Art der Unterkunft (z.B. 3-Raum-Wohnung)
Anzahl der Schlafräume (z.B. 2)
Belegung mit wie vielen Personen maximal (z.B. 4 Erwachsene oder 2 Erwachsene und 2 Kinder)
Größe (ca. … qm)
Lage im Haus (z.B. 1. OG)
Bad/Dusche/WC
Komplette Küche / Küchenzeile / Pantryküche
Bettwäsche und Handtücher enthalten / gegen Aufpreis
Endreinigung inklusive / exklusive
Mindestaufenthalt (z.B. 7 Nächte)
Balkon, Terrasse, Garten (sofern zur eigenen Nutzung und Lage, z.B. Südwest)
Allergiker gerechte Einrichtung (z.B. Fliesen, Laminatboden, Verwendung von speziellen Materialien, Betten/Wäsche usw.)
Für Rollstuhlfahrer geeignet (z.B. barrierefrei, Hilfsmittel vorhanden usw.)
Rauchen gestattet / nicht gestattet
Haustiere auf Anfrage / nicht erlaubt (z.B. nur kleine Hunde)
Fernseher, Telefon, Internet-Zugang, Parkplatz am Haus, Waschmaschine, Trockner, Kinderbett, Hochstuhl usw.
Preise und Saisonzeiten (wobei daraus evtl. Staffelungen anhand der Personenzahl hervorgehen)
Fester Anreisetag (sofern vorgegeben, z.B. samstags)
Uhrzeiten früheste Anreise / späteste Abreise

Alle Nebenkosten, die nicht im angegebenen Mietpreis pro Nacht enthalten sind, müssen klar ersichtlich neben der Leistung aufgeführt werden, um Missverständnissen vorzubeugen.

In der zusätzlichen Beschreibung sind folgende Informationen von Interesse, die außer der Unterkunft auch das Haus, die Umgebung und den Standort auf der Insel einbeziehen:

Die Einrichtung der Unterkunft kann von zweckmäßig über behaglich, gediegen, rustikal, gemütlich, hell, freundlich, modern bis hin zur gehobenen Ausstattung gehen. Wichtig ist hierbei eine treffende Bezeichnung, die das Bild widerspiegelt. Umfasst eine „frisch renovierte“ Wohnung eine komplette Neueinrichtung? Wie lange gilt ein „frisch renoviert“ oder „neu erbaut“? Ungewöhnliche Merkmale wie z.B. steile Stiegen, niedrige Raumhöhe, Schlafraum auf einer Galerie usw. sind erwähnenswert, um Überraschungen vorzubeugen. Gerade die Beschreibung in Worten weckt Bilder in den Köpfen, deren subjektive Erwartungshaltung durchaus unterschiedlich ausfallen kann. Wenn keine Fotos zur Unterstützung da sind, ist das Fassen in Worte ein äußerst sensibles Thema.

Die Art des Hauses und die Lage sind ebenso von Interesse (z.B. 6-Familien-Haus, 3 Gehminuten bis zum Nordstrand, 8 Gehminuten bis zum Kurplatz, Garten/Terrasse zur gemeinschaftlichen Nutzung, Schwimmbad/Sauna/Fitnessraum im Hause ohne/gegen Entgelt).

Die Umgebung bietet außer Einkaufsmöglichkeiten (z.B. Bäcker, Supermarkt, Fahrradverleih usw.) ebenfalls die Nähe zu attraktiven Einrichtungen (z.B. bade:haus, Kurtheater, Restaurants, Reiterhof, Minigolf-Anlage, Surf-, Segelschule, Fähranleger, öffentlicher Parkplatz, Bushaltestelle usw.). Sofern die Natur direkt vor der Haustür liegt, kann man diesen Reiz ebenso betonen (z.B. Wander-, Reit-, Radwege, weitläufiger Strand, Bucht, Dünengürtel usw.). Wenn das Haus zusätzlichen Service offeriert, sollte er in jedem Fall erwähnt werden, wie z.B. Frühstücksangebot, Brötchen-, Tageszeitungsservice, Abholung bei Ankunft, geführte Wanderungen, Ausflüge, Baby- oder Hundesitting, besondere Veranstaltungen oder Kurse usw.

Was manchem Vermieter vielleicht selbstverständlich erscheint, kann für den Gast ein besonderes Plus sein, das den Ausschlag gibt, gerade diese Unterkunft zu mieten. Deshalb sollte man sich für die Beschreibung Zeit nehmen, treffende Formulierungen finden und das Besondere herausstellen. Unterstützend kann man sich „fremde“ Hilfe heranziehen, indem man z.B. mehrere Meinungen einholt von Leuten, die die Unterkunft nicht kennen. Oder indem man Gäste nach den Gesichtspunkten befragt, ob die Beschreibung zutrifft. Wenn Sie auf professionelle Unterstützung zurückgreifen möchten, können Sie mich gern ansprechen. Als Texterin ist es meine Aufgabe, treffende Formulierungen zu finden.

Je ausführlicher eine Unterkunft beschrieben ist, desto leichter kann der Gast seine Entscheidung treffen. In dem Fall gilt der Grundsatz: „Mehr ist mehr.“ Allerdings in einer lesefreundlichen Form, die dem Gast so viele Fragen wie möglich beantwortet. Wenn die Beschreibung einmal steht, ist zwar ein Großteil der Arbeit erledigt, doch die Texte unterliegen ebenso den Veränderungen, die mit der Unterkunft einhergehen. Deshalb sollte man von Zeit zu Zeit überprüfen, ob die Informationen auf dem aktuellen Stand sind und sie zeitnah ändern.

Schwieriger wird die Sache, wenn nur ein begrenzter Platz für die Beschreibung zur Verfügung steht (z.B. in Anzeigen, Hausprospekten usw.). Da ist Fingerspitzengefühl gefragt, welche Merkmale Erwähnung finden. Versetzen Sie sich in die Lage des Gastes, was er unbedingt wissen muss, indem Sie sich vorstellen, welche Informationen Sie selbst abfragen, bevor Sie für Ihren eigenen Urlaub eine Unterkunft buchen. Sammeln Sie die Rückmeldungen Ihrer Gäste, wonach am häufigsten gefragt wird, das ist ebenfalls ein gutes Hilfsmittel.

Schauen Sie sich ruhig bei Ihren Mitbewerbern am Markt um, wie sie ihre Unterkünfte anbieten. Doch wenn Sie gute Darstellungen einfach nur kopieren, verschenken Sie die Chance, sich selbst, Ihre persönliche Leistung sowie Ihre angebotene Unterkunft als etwas Besonderes herauszustellen. Es ist Ihre Entscheidung, ob Sie sich als einer von vielen oder als einzigartig präsentieren. Sollten Sie zusätzliche Informationen, Tipps oder konkrete Unterstützung benötigen, fragen Sie mich einfach.

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Sonntag, 25. November 2007

Schreiben hilft


um Kummer und Schmerz zu bewältigen und es ist in jedem Fall der bessere Weg, als sich abzulenken, denn diese Gefühle lassen sich auf Dauer nicht verdrängen. Ob es um die kleinen Abschiede, den großen Liebeskummer oder den tief greifenden Trauerfall geht, in den eigenen Schmerz mischt sich oft das schlechte Gewissen, dass man so manche Gelegenheit versäumt hat zu sagen, was man für den anderen empfindet. Wie sehr man ihn schätzt, ihn wirklich liebt, was ihn so besonders und einzigartig macht. Natürlich kann man seine Wertschätzung auf so viele Arten ausdrücken, doch die Sprache ist uns Menschen gegeben und Gefühle wollen manchmal auch in Worte gefasst werden. Dabei spielt es keine Rolle, für welches Lebewesen wir sie empfinden.

"Was ich dir sagen möchte ..." so könnte der Beginn eines Briefes lauten. Es geht darum, das Schreiben als Ventil zu nutzen für den Überdruck, der im Herzen herrscht. Die Wortwahl ist nicht wichtig, es müssen keine gefeilten Formulierungen her. Gefühle in Worte kleiden, sich die Zeit nehmen und intensiv ein Zwiegespräch zu halten - selbst wenn der Andere nicht mehr erreichbar ist. Die Botschaft der Liebe kommt immer an, auch wenn Briefe niemals abgeschickt werden. Es geht um das Ritual, das zwischen zwei Lebewesen vollzogen wird. Es hilft, den eigenen Schmerz zu lindern und schafft das Bewusstsein, achtsamer im Leben miteinander umzugehen, um schon zu Lebzeiten in Worte zu fassen, wie sehr man die Lebensgefährten schätzt.

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Freitag, 23. November 2007

Friday's Flower Power


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Dienstag, 20. November 2007

Kleine Aufmerksamkeit


mit besonderer Wirkung oder Keine Aufmerksamkeit mit fataler Wirkung. Wenn man z.B. Stammkunden zum Geburtstag gratuliert und ihnen ein kleines Geschenk macht, was wiederum einen Anreiz zur Bestellung/zum Kauf darstellt. Im Grunde ist diese Idee sehr gut zur Kundenbindung, wenn ich ihm persönliches Interesse entgegenbringe und ihm meine Aufmerksamkeit schenke. Doch genau der Punkt "Aufmerksamkeit" entscheidet darüber, ob diese Maßnahme greift oder nicht.

Man gratuliert niemals vor dem Ehrentag, schon gar nicht knapp 4 Wochen vorher und damit auch noch im falschen Monat. Das irritiert nicht nur, das führt schon zu mehr als einem ärgerlichen Stirnrunzeln - vor allem, wenn im beigelegten Schreiben das Geburtsdatum noch auffällig eingedruckt ist. Der Text hat sich in all den Jahren nicht geändert, was den Eindruck einer routinemäßigen Abfertigung noch verstärkt.

Das Argument "große Firma mit fixen terminlichen und logistischen Abläufen" lasse ich nicht gelten - dazu gehören nur kleinere organisatorische Maßnahmen, um so etwas besser zu machen. Aber so, wie sich das hier präsentiert, ist es nur eine abgespulte Aktion, die jegliches Interesse und Aufmerksamkeit für den Kunden vermissen lässt. Die fatale Wirkung: Diese Firma hat soeben einen guten Stammkunden verloren.

Oft sind es gerade die Kleinigkeiten, die über Erfolg oder Misserfolg entscheiden. Ein kleiner Betrieb nutzt diese Gelegenheit auch, um sich bei mir als Kunde in Erinnerung zu bringen - ohne zusätzliche "Aufmerksamkeit". Aber der Geschäftsinhaber persönlich nimmt sich die Zeit, die Geburtstagsgrüße handschriftlich zu formulieren und lässt sie termingenau überbringen. Das ist für mich eine besondere Aufmerksamkeit und Wertschätzung, über die ich mich wirklich freue und ihm dafür die Treue halte.

Es gibt eine Vielzahl Werbemaßnahmen für das kleine Budget - doch man sollte sie nie gedankenlos einsetzen, sondern ihnen besondere Aufmerksamkeit schenken, damit sie die gewünschte Wirkung entfalten können.

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Montag, 19. November 2007

Das Posieren




liegt den Mädels einfach im Blut ... auch bei den Tieren. Wenn ich zu irgend einem (Wild)Tier sage: "Warte mal, ich will dich mal fotografieren.", dann sehe ich sofort, ob ich ein Männchen oder Weibchen vor mir habe - das Weibchen setzt sich nämlich sofort in Pose. Während die Herren der Schöpfung entweder gelangweilt reagieren oder überhaupt keinen Sinn dafür haben. Klar, sind ja auch gestellte Fotos. Die richtig guten Momentaufnahmen gibt es nur als Belohnung für viel Geduld und Einfühlungsvermögen.

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Samstag, 17. November 2007

Die zwei - auf der Laterne


































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Freitag, 16. November 2007

Friday's Flower Power


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Donnerstag, 15. November 2007

Das Schwierigste


am Leben ist es, Herz und Kopf dazu zu bringen, zusammenzuarbeiten. In meinem Fall verkehren sie noch nicht mal auf freundschaftlicher Basis.
Woody Allen

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Mittwoch, 14. November 2007

Wild und bunt


ist unsere Welt. Und wie schön sie tatsächlich ist, das zeigt Eberhard auf seiner Website wild und bunt mit eindrucksvollen Momentaufnahmen. Das umfangreiche Archiv entführt den Betrachter an entlegene Orte, doch zeigt es auch, wie wunderbar das Fleckchen Erde direkt vor der Nase ist. Grandiose Fotos und ich gelobe Besserung, dass ich sie nicht nur still und leise genießen werde, sondern öfter mal einen Kommentar hinterlasse und einfach nur "Danke!" sage.

Die Kategorie "Lesestoff" stimmt trotzdem, denn in diesen Bildern kann man lesen - vom wundersamen Ding, das sich Leben nennt.

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Dienstag, 13. November 2007

Halt dich gerade!


schimpft der dicke Onkel. "Geht nicht.", murmelt der schlaksige Junge an seiner Seite. "Was heißt hier 'geht nicht'? Du hast dich früher immer gerade gerade gehalten und mich um Haupteslänge überragt!" "Es geht einfach nicht!", meint der Junge lapidar und krümmt sich noch ein bisschen mehr. Irgendwie sieht er schon merkwürdig aus, hat sogar einen Buckel bekommen, der früher nie zu sehen war. "Guck dir mal deinen Cousin dort drüben an! Ihr seid gleich groß und er schafft es mühelos, sich gerade zu halten. Nimm dir ein Beispiel an ihm!" Der Junge seufzt und versucht sich zu strecken. Doch leider bleibt der Buckel unübersehbar, er kann sich einfach nicht mehr zu voller Größe aufrichten.

Tut mir schon irgendwie Leid, das Kerlchen. Das drückt mich schon - im wahrsten Sinne des Wortes. Vor allem, wenn ich Schuhe anziehe. Denn ich habe mir vor einiger Zeit den zweiten Zeh rechts gebrochen, wahrscheinlich zweimal (wo schon, natürlich beim nachlässigen Einstieg in die Duschkabine) und er ist so krumm und buckelig zusammengewachsen. Das wird nix mehr mit dem Überragen des dicken Onkels neben ihm, jetzt muss ich nur aufpassen, dass der dicke Onkel in seiner fruchtlosen Erziehungsphase nicht in der rechts geneigten Position bleibt, wo er sich drohend über dem Neffen aufgebaut hat ...

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Montag, 12. November 2007

Achtung!


Aufpassen, dass die Schlechtwetterfront nicht die gute Stimmung wegspült ...

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Sonntag, 11. November 2007

Zu vermieten – Teil 1


Unterkünfte jeglicher Art für jeden Geschmack und Geldbeutel gibt es hier auf Norderney. Manche von ihnen sind begehrter als andere – woran liegt das? Aus der Erfahrung der Zimmervermittlung bei der Kurverwaltung kenne ich einige Knackpunkte, warum einige Objekte schwieriger zu vermitteln sind als andere. Gerne möchte ich das bisher gesammelte Wissen mit Ihnen teilen und einige Anregungen geben, was die Attraktivität einer Unterkunft ausmacht bzw. wie die Darstellung im Internet, in Hausprospekten, in Anzeigen und bei den Zimmervermittlungen aussehen kann. Oft sind es nur kleine Details wie z.B. Lücken in der Beschreibung, die mehr Fragen aufwerfen als beantworten und somit das Interesse ausbremsen.

In lockerer Reihenfolge gehe ich in der nächsten Zeit auf die einzelnen Punkte ein. Wer noch weitere Tipps auf Lager hat oder wichtige Aspekte vermisst, bitte melden!

Fotos

Unterkünfte ohne begleitendes Fotomaterial sind ungleich schwieriger zu vermitteln. Der interessierte Gast möchte sich gern ein umfassendes Bild vorab machen, daran ändert selbst die beste Beschreibung mit Worten nichts. Wie sieht eine „moderne und freundliche Einrichtung“ aus? Damit verknüpft jeder Mensch subjektive Erwartungen, die sehr unterschiedlich sein können.

Doch wie fotografiert man die Unterkünfte am besten? Auch da gibt es viele Wege, die zu unterschiedlichen Ergebnissen führen. Lieber mehr Fotos aus verschiedenen Blickwinkeln aufnehmen als so viel wie möglich auf ein Bild zu „stauchen“. Clever gedacht sind die Aufnahmen mit Weitwinkel-Perspektive, das ist technisch kein Problem. Doch die Fotos vermitteln manchmal einen unbeabsichtigt falschen Eindruck: Sie stellen einen Raum größer dar als er wirklich ist.

Eine zusätzliche Ausleuchtung kann in einigen Fällen hilfreich sein, ist aber kein generelles Muss. Wichtiger ist das Einfangen der Atmosphäre, die die Unterkunft ausstrahlt. Oft sind es liebevolle Details in der Ausstattung, die eine gemütliche und ansprechende Stimmung erzeugen – sie sind es immer wert, im Bild dokumentiert zu werden. So können z.B. auch Badezimmer auf Anhieb einladender wirken als andere, weil neben dem gewohnten Anblick der Sanitärausstattung farbliche Akzente, zweckmäßige Zusatzeinrichtungen oder verspielte Ideen ins Auge fallen. „Mal was anderes!“ – das ist letztlich das Signal, das optisch ausgesandt wird.

So können auch Unterkünfte, die von der Lage im Haus (z.B. Souterrain oder oberstes Stockwerk) auf den ersten Blick vielleicht nur nachrangige Bedeutung habe, in der Detailansicht mehr als genug Punkte wettmachen. Wenn die Ausstattung sichtbar einladend ist, riskiert man gern noch einen zweiten Blick und zieht sie doch in Erwägung.

Mit See- oder Meerblick – am besten zeigen, wie man diesen Ausblick genießen kann. Denn an diese Aussage werden erfahrungsgemäß sehr hohe Erwartungen geknüpft. Ist es wirklich ein umfassender Panoramablick, den man auch hat, wenn man auf dem Sofa oder am Esstisch sitzt? Oder muss man sich vielleicht recken, sieht gerade mal knapp über den Deich? Auch wichtig: Ist es der Blick auf die offene See oder das Wattenmeer? Beides hat seinen Reiz – und gerade den sollte man optisch demonstrieren.

Wie man sich bettet … ist vielleicht der wichtigste Aspekt. Steht im Schlafzimmer ein klassisches Doppelbett oder sind es getrennte Betten? Das zweite Schlafzimmer ist eher als Kinderzimmer gedacht und mit Etagenbetten ausgestattet? Gut zu sehen … Und wie steht es mit den Schlafmöglichkeiten im Wohnraum? Sind es Schrankbetten oder eine Schlafcouch? Noch besser, wenn man sich da einen umfassenden Überblick verschaffen kann, der alle Fragen beantwortet.

Wie sieht das Haus von außen aus? Auch dieser Eindruck zählt – allein schon deswegen, dass man die Unterkunft nach Eintreffen auf der Insel direkt findet. Ein bisschen Erkennungswert ist da sehr hilfreich, vor allem wenn es der erste Besuch ist.

Was gibt es sonst noch zu sehen – vielleicht den Frühstücks- und/oder Aufenthaltsraum, das Restaurant, die Sauna, das Schwimmbad, den Fitnessraum, die Gemeinschaftsterrasse, den Garten o.Ä. Auch hier gilt: Details und Atmosphäre runden das Bild erst richtig ab. Denn das alles ist bestimmt sehenswert - möglichst vorab. Damit die Fantasie schon mal ein bisschen spazieren gehen kann, wie z.B. morgens ein gemütliches Frühstück aussieht. So kommen Urlaubsgefühle auf.

Wer mal etwas ausprobieren möchte, der „belebt“ seine Unterkunft. Warum nicht einfach begeisterte Gäste fragen, ob sie den Fotos eine lebhafte Note geben möchten? Ein lebendiger Eindruck mitsamt den Gastgebern wirkt sehr einladend.

Fotos beeinflussen meine Entscheidung als Gast, ob ich mich in dieser Unterkunft wohlfühlen kann. Deshalb ist es wichtig, dass die Fotos die Wirklichkeit wiedergeben und keine falschen Erwartungen wecken. So viele Menschen es gibt, so unterschiedlich sind die Ansprüche an eine Unterkunft. Wo einem eine zweckmäßige Ausstattung genügt, zieht der andere lieber ein luxuriöses Ambiente vor. Mit Fotos ist es einfacher, für jeden Topf das passende Deckelchen zu finden.

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Samstag, 10. November 2007

Wie ärgerlich ...


Es wäre dumm, sich über die Welt zu ärgern. Sie kümmert sich nicht darum.
Marcus Aurelius

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Freitag, 9. November 2007

See-lenverwandtschaft


die ich heute hautnah erleben konnte ...

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Donnerstag, 8. November 2007

Da schwant mir doch was ...


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Mittwoch, 7. November 2007

Köln Nippes


im Dunst des Novembers - das Wetter passt zu meiner Melancholie. Denn ich bin auf Spurensuche in diesem Stadtteil, in dem ich mein (bisheriges) halbes Leben verbracht habe. Vorwiegend die Kindheit und Jugendzeit - werde ich noch etwas von meinen Wurzeln wiederfinden? Denn die Stadt hat sich in den letzten Jahrzehnten gewandelt. Und doch gibt es noch die urtümlichen Ecken, die Erinnerungen plötzlich lebendig werden lassen. Wie der Blick aus meinem Jugendzimmer in den grünen Innenhof, den die Straßenzüge hier bilden. Einige Häuser haben sich in ihrem Aussehen verändert, es sind An- und Umbauten entstanden, neue Gebäude haben alte ersetzt. Doch die Atmosphäre ist noch dieselbe: Eine grüne Oase, die man draußen auf den Straßen nicht vermuten würde. Mit Vogelgezwitscher, dichten Laubbäumen, die den Straßenlärm so weit dämpfen, dass man ihn fast ausblenden kann.

Wie oft habe ich mich auf Socken in die dritte Etage in mein Zimmer geschlichen, das von der Wohnung meiner Eltern getrennt war. Irgendwann hatte ich den Trick raus, wie man den Schlüssel ganz leise im Schloss drehen konnte, ohne gehört zu werden. Warum ich denn nie abends Licht anmachte, wenn ich heim kam? Meine Ausrede war, dass ich es nicht brauchte, da ich durch das große Dachfenster genug Helligkeit hätte. Die Wahrheit war: Sie mussten nicht wissen, wie spät bzw. früh ich wirklich heimkam. Peinlich genug, frühmorgens auf der Treppe erwischt zu werden, wenn ich kam und mein Vater gerade in die Frühschicht ging ... Ich glaube, sie ahnten schon einiges, aber Genaues wussten sie nie. Und das wird auch so bleiben, denn manche Geschichten muss man als Geheimnis bewahren.

Die Kuenstraße, die zwischen der Florastraße und der Neußer Straße liegt - sie hat noch immer einen ruhigen Charakter im unteren Teil, obwohl die Menge der Autos eine andere Sprache spricht. Als Kinder konnten wir auf dieser Straße noch spielen, höchst selten kam mal ein Auto vorbei, weil es einfach noch nicht so viele gab Anfang der 60er Jahre. In den späteren Jahren wurden Parkplätze rar, wenn man einen sah, musste das Auto irgendwie in die Lücke passen. Wer in Nippes parken gelernt hat, der kann einparken, selbst auf kleinstem Raum und egal auf welcher Straßenseite. Eine (Fahr)Schule fürs Leben, die Lektionen gehen in Fleisch und Blut über.

Es gab eine Zeit, als ich im oberen Teil der Kuenstraße wohnte, nachdem ich zu Hause ausgezogen war. Ein Kapitel mit vielen schönen und traurigen Erinnerungen, es war eine sehr intensive Zeit meines Lebens, die einfach dazugehört und die ich auch nicht missen möchte. Unzählige Bilder habe ich in meinem Herzen bewahrt, sie begleiten mich auch für den Rest meines Lebens. Damals konnte ich mir gar nicht vorstellen, dass ich jemals woanders leben würde - schon gar nicht auf der rechtsrheinischen Seite von Köln, der Schäl Sick. Und doch habe ich dort gelebt, sehr gern sogar ... in Köln Brück.

Die Innere Kanalstraße - das war für uns Kinder die Grenze, die wir nicht überschreiten durften. Denn schon damals war sie relativ stark befahren als eine der Hauptverkehrsadern in Köln. Heute stehe ich auf der Fußgängerbrücke, die das Überqueren erleichtert. Das gab es damals nicht, man musste höllisch aufpassen und die Lücken im fließenden Verkehr nutzen, um heil über die Straße zu kommen.

Da uns als Kinder das Überqueren verboten war, reizte es uns natürlich umso mehr, den anderen Teil zu entdecken. Welche Geheimnisse lagen dort verborgen? Man munkelte von einer alten Burg mit Schauergeschichten, bösen Männern und Geistern. Verbiete es einem Kind und du wirst seine Abenteuerlust damit erst richtig anstacheln ... Natürlich haben wir das Verbot heimlich übertreten und uns "dort drüben" eine eigene Welt geschaffen - auch das sind Geschichten, die ich meinen Eltern besser nie erzählen werde ...

Dort gab es zum Beispiel die Rollschuh-Bahn, wo man sich richtig austoben konnte. Heute ist es ein Parkplatz, doch ich sehe immer noch die Bilder, wie wir auf den aus heutiger Sicht altmodischen Rollschuhen mit vier Rädern unseren Spaß hatten - inklusive einiger Blessuren von mehr oder weniger schweren Stürzen. Höher, weiter, schneller ... die eigenen Grenzen kennenlernen. Besser sein als andere, der Ehrgeiz sich mit anderen im Wettbewerb zu messen.

Und auch das erste Mal als Kind richtig Angst zu haben. Nach einem schweren Sturz die Schmerzen zu fühlen und zu wissen, dass man nicht beichten darf, wo man gewesen ist. Die zerrissenen Klamotten, die schon allein für genug Ärger sorgen werden. Die Angst beim Humpeln, dass man vielleicht nie mehr richtig laufen kann, dass es einfach nicht richtig heilen wird. Aber erzählen kannst du nicht, wie es passiert ist. Die Angst, dass du von den anderen ausgelacht wirst, weil du dich nicht mehr traust, so rasante Manöver zu fahren. Und heute die Narbe am linken Knie, die mich immer daran erinnern wird - eher an die Gefühle als an die Schmerzen.

Direkt gegenüber liegt das Eis- und Schwimmstadion, die umgebenden Mauern sind mit allerlei Graffiti verziert. Einige davon finde ich richtig gut gelungen, sie werten das alte von außen trist wirkende Gebäude auf. Doch im Inneren tobte das Leben, entweder auf der Eislaufbahn oder im Freibad. Die ersten unbeholfenen Flirtversuche, das Kichern der Mädchen, das Angebergetue der Jungs ... war schon eine klasse Zeit. Der Ort, an dem der Eishockey-Club KEC Kölner Haie richtig groß rauskam. Heute spielt er in der Köln Arena, doch die Stimmung und das Mitfiebern der Fans hatte hier an der Lentstraße eine andere Qualität ... es war irgendwie familiärer.

Auch ich hatte den Traum einer kleinen Eisprinzessin, als ich es endlich schaffte, einige Runden auf dem Eis zu drehen, ohne umzufallen ... Oft sah ich den anderen Kindern beim Training zu, doch ich spürte sehr schnell, dass es mehr um Drill und harte Arbeit anstatt Vergnügen ging. Dann reizte mich das Eishockey-Spiel, doch auch da konnte ich mich mit den unbequemen Klamotten nicht anfreunden. Und so kühlte sich meine Leidenschaft für das Eis relativ schnell ab ...

Der Park vor dem Eisstadion, er wird immer noch als Hundewiese genutzt (teilweise inoffiziell). Hier habe ich früher meinen ersten eigenen Hund spazieren geführt, oft habe ich ihn durchquert, um ans nahegelegene Rheinufer zu gelangen. Oder die geschwungene Fußgängerbrücke im Hintergrund genutzt, um auf die Zoobrücke zu gelangen, von der man einen fantastischen Blick auf den Rhein und das umgebende Panorama hat.

Irgendwie durchquere ich den Park auch heute noch relativ schnell, er ist kein Ort, der mich zum Verweilen einlädt. Weil da eine ungute Erinnerung immer noch aus frühen Kindheitstagen mitschwingt. Der "böse Mann", vor dem mich alle gewarnt hatten und der doch sein Unwesen eher im Park mit der Burg trieb, ausgerechnet den habe ich als Kind hier getroffen. Es ist nichts passiert, weil ich laut schreiend direkt weggerannt bin, als er mich angesprochen hat. Doch das Erlebnis hat sich tief eingeprägt. Der Schock, dass es ihn tatsächlich gibt. Dass es eben nicht nur eine Räubergeschichte ist, die meine Eltern nur erfunden haben. Das musst du als Kind erstmal verdauen ... auch wenn es Gott sei Dank nur bei einer flüchtigen Begegnung blieb.

Hier ist er - der verbotenste aller Orte mit dem unglaublichen Reiz, den er sich bewahrt hat. Ich muss lächeln, wenn ich die vielen Spielplätze sehe. Uns war der Park allein Abenteuerspielplatz genug, wir brauchten damals keine zusätzlichen Spielgeräte. Im Schutz der dichten Gebüsche haben wir allerlei ausgeheckt, er war unser Verbündeter. Konnte er doch alle Geheimnisse für sich behalten. Der damals schon alte Baumbestand strahlte eine Ruhe und einen Schutz aus, der uns Kinder magisch anzog. So mancher Baum wurde erklettert, mancher Stamm wurde als Tröster umarmt, in viele Wurzeln rannen Tränen der Enttäuschung, wenn man sich in seinen Schatten setzte. Ein Park mit vielen Winkeln, der ihn relativ unübersichtlich macht. Das war vielleicht die Angst der Eltern, dass man sich darin als Kind ganz einfach verlieren konnte.

Wie oft habe ich hier die Zeit vergessen! Es gab/gibt so unglaublich viel zu entdecken. Ein Stück Natur, das sich immer seinen Ursprung bewahrt hat, selbst wenn von Menschenhand kleinere Korrekturen vorgenommen wurden. Hier wurden die Geschichten lebendig, die wir als Kinder in Büchern verschlungen haben. Die drei ??? (heute wieder aktuell) - das haben wir hier alles nachgespielt und neue Episoden erfunden. Eine echte und tief empfundene Kindheitserinnerung, wofür ich sehr dankbar bin.

Düstere Gemäuer, Schauergeschichten ... auf jeden Fall Respekt einflößend. Es war/ist keine Burg, sondern ein Stück Zeitgeschichte der alten Preußen. Das Fort X, ein Teil des Befestigungsrings im alten Köln. Immer noch sehr imposant anzuschauen und zu entdecken. Es birgt eine Menge Geschichten - auch aus der Neuzeit. Hier haben sich zum Beispiel auch die frei fliegenden Papageien ihren Wohnsitz ausgesucht, die irgendwann mal aus dem Kölner Zoo ausgebüxt sind. In großen Scharen fliegen sie lautstark durch die Stadtteile - sommers wie winters und beleben in ihrer exotischen Pracht das Stadtleben.

Eine Besonderheit, die man sich während der Öffnungszeiten in keinem Fall entgehen lassen sollte, ist der prächtige Rosengarten in diesen historischen Gemäuern. Überhaupt werden hier (vorwiegend in der Sommerzeit) viele künstlerische und kulturelle Veranstaltungen angeboten, die einen Besuch des ohnehin attraktiven Ortes noch abrunden. Doch auch das Entdecken auf eigene Faust macht Spaß.

Als Kind war ich sicher, dass es hier Schätze zu finden gab - ich glaube auch heute noch daran, selbst wenn ich mittlerweile die Definition von "Schatz" etwas geändert habe. Was ich früher in Golddukaten vor mir sah, ist heute der Reichtum der Geschichte, den ich hier finden kann - wenn ich nur will. Das Fort und der Park erzählen vom Leben, von menschlichen Schicksalen, von so vielen Kindheitserinnerungen. Und ich selbst habe Geschichten hier erlebt, die flüsternd weitererzählt werden, für diejenigen, die ein offenes Ohr dafür haben. Nicht mit Worten, sondern in einer universellen Sprache, die jeder versteht, der sich darauf einlässt.

Noch ein Park - der seine Begrenzung durch die Innere Kanalstraße und die Niehler Straße findet. Hübsch ist er geworden, nachdem das Gelände so viele Jahre brachlag. In der damaligen Zeit wurde dieses Stück sehr oft und gern von mir und anderen als Hundewiese genutzt. Wir waren froh über diese "Wildnis", in der die Hunde frei toben konnten ohne jegliche Verbote. Denn rundherum wurden die anderen Wiesen und Parks zu öffentlichen Liegewiesen erklärt mit absolutem Hundeverbot.

Doch ich sehe dieses Stück noch mit den Augen meiner Kindheit: Es gab herrliche Kleingärten an dieser Stelle, richtig urwüchsig. Unsere Nachbarn hatten dort einen Garten, ein kleines Paradies. Niemand konnte verstehen, warum diese Gärten einfach abgerissen wurden. Für irgendein Bauprojekt, das niemals verwirklicht wurde. So lag dieses Gelände lange Zeit brach, worüber viele Menschen zornig waren. Für nichts und wieder nichts wurde eine Idylle unwiderbringlich eingestampft. Die heutige Anlage ist vielleicht ein kleines Trostpflaster, doch sie werden nie die Schrebergärten ersetzen können.


Der Park am Kinderkrankenhaus Amsterdamer Straße - wurde und wird bis heute die Krankenhauswiese genannt. Ein für mich erinnerungsträchtiges weitläufiges Areal ... Unser Bolzplatz (ich war leider das einzige Mädchen, das sich aktiv für Fußball interessierte), die erste Zigarette, das "Rumlungern" auf der Wiese - heute Chillen genannt ... Der erste Kuss, der erste große Liebeskummer, die ersten Versuche ernsthafter philosophischer Betrachtungen des (jungen) Lebens, das erste Fahren mit einem Mokick ... und und und - hier wollten wir "erwachsen" werden, ganz cool natürlich.

Wir fanden uns außerordentlich cool und den Rest der Welt sooooooo spießig. Was hatten wir für Pläne für unser Leben! Doch an diesem Ort trennten sich dann auch unsere Wege ins Erwachsenen-Leben. Einige gingen nach der 10. Klasse in die Lehre, andere machten weiter die Schule, andere wollten komplett aussteigen ... Und manch einer von ihnen lebt heute nicht mehr, zu früh musste er aus dem Leben gehen. Wir haben uns nie wieder gesehen. Was ist wirklich aus uns und unseren Plänen geworden? Wie viele Umwege mussten wir gehen, bis wir das gefunden haben, wonach wir gesucht haben? Haben alle das gefunden, was sie suchten? Ich für meinen Teil kann es heute mit einem "Ja" beantworten - auch wenn es vielleicht noch nicht die endgültige Fassung ist, denn das Leben ist Veränderung. Aber ich habe es an einem Ort gefunden, der weit von den Wurzeln meiner Kindheit und Jugendzeit entfernt ist - und doch schon immer in meinem Herzen war.

Auf dieser Krankenhauswiese gibt es noch die Schrebergarten-Idylle, meine Eltern haben dort seit 40 Jahren ein kleines Juwel. Ein Ort, der zum Dreh- und Angelpunkt im Leben vieler Menschen wurde - meiner Verwandtschaft. Hier traf man sich regelmäßig, das hielt das Band der Familie zusammen. Was vorher das sonntägliche Kaffeetrinken bei Tante Anna war, spielte sich in den nachfolgenden Jahren im Garten ab. Hier kamen alle zusammen, hier tauschte man sich aus, hier gab's die alten Geschichten (bis hin zum alten Ostpreußen), hier wurde gefeiert, gelacht, geweint - kurz gelebt. Bis zum heutigen Tag ist der Garten der feste Bestandteil im Leben meiner Eltern und der noch lebenden Verwandtschaft in/um Köln.

Als Kind fand ich diese Zusammenkünfte langweilig, als Jugendliche gar "ätzend". Immer dieselben alten Geschichten ... Heute gäbe ich was darum, sie nochmal zu hören, denn heute würde ich aufmerksam zuhören, was die anderen Menschen aus ihrem Leben zu erzählen haben. Ich habe das Gefühl, dass ich etwas verpasst habe. Etwas, was ich nicht mehr erleben kann, denn die alten Menschen sind teilweise schon lange tot. Und mit ihnen ein Stück Geschichte, das ich nur bruchstückhaft zusammensetzen kann.

Es war ein langer Spaziergang ... der mich meiner Vergangenheit näher gebracht hat. Ich verstehe heute so vieles, was ich früher nicht konnte oder wollte. Heute kann ich einsehen, dass der kleine Revoluzzer sich viele Blessuren unnötig eingehandelt hat, weil der sture Kopf manchmal eben doch nicht durch die Wand passte. Und doch liegt ein tiefer Frieden in mir. Es ist gut so wie es ist - und wie es war. Ich habe mich mit mir und meiner Vergangenheit ausgesöhnt. Sie ist jetzt ein Teil meines Lebens geworden.

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Montag, 5. November 2007

Gratulation!


Der neue Auftritt von SoulLion ist äußerst gelungen. Da sieht man auf Anhieb, wie viel Herzblut drin steckt. Weiterhin viel Erfolg mit allen Projekten, liebe Cordula!

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Taschentuchfaktor hoch drei


heute Abend beim Film "Sweet Home Alabama" (20.15 h auf SAT1) garantiert - vor allem die Szene auf dem Tierfriedhof ... Für mich ebenso schön und ans Herz gehend wie der Film "Dirty Dancing". Kitschfaktor? Mag sein, aber welche Seele braucht das nicht - ab und zu?



Donnerstag, 1. November 2007

November 2007




"Es ist besser, ein einziges kleines Licht anzuzünden, als die Dunkelheit zu verfluchen."
Konfuzius

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