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Montag, 30. Juni 2008

Wie ein einziger Tag


die Verfilmung des Buches von Nicholas Sparks hat es in sich. Hervorragend umgesetzt mit exzellenten Schauspielern und die Bilder und Dialoge gehen richtig ans Herz. Habe ich beim Lesen des Buches schon etliche Tränen vergossen, so schluchzte und heulte ich gestern Abend vor dem Fernseher.

Ein älterer Herr, der einer Dame im Altersheim eine Liebesgeschichte aus einem Tagebuch vorliest. Die bewegende Geschichte eines Paares, das sich erst nach langen Irrungen des Schicksals findet. Die Frau brennt darauf, zu erfahren, wie die Geschichte weitergeht ... und relativ schnell wird klar, dass es um die eigene Lebensgeschichte geht. Doch sie erinnert sich nicht, denn sie leidet an Alzheimer im weit fortgeschrittenen Stadium. Doch ihr Mann gibt nicht auf, immer wieder liest er ihr die Episoden vor, um den Funken einer - gemeinsamen - Erinnerung anzufachen. Vom medizinischen Standpunkt aus ein unmögliches Unterfangen, doch seine Hoffnung treibt ihn immer wieder an, wenigstens den einen Moment zu erhaschen, wo sie ihn und ihre Liebe wiedererkennt. Was ihm auch gelingt - ein kurzer Augenblick nur, bevor er sie wieder an ihre eigene Welt verliert.

Beim Zuschauen trifft einen der Schmerz doppelt, die Verzweiflung ist körperlich spürbar. Fragen schwirren plötzlich im Kopf herum: Was ist schlimmer - den Lebenspartner durch den Tod völlig zu verlieren oder hilflos mit ansehen zu müssen, wie man den geliebten Menschen an eine andere Welt verliert, wo einen noch nicht einmal mehr die gemeinsamen Erinnerungen verbinden? Diese Fragen - ohne allgemeingültige Antworten - drängen sich immer wieder auf. So ergreifend ist das Buch, und der Film berührt vielleicht noch viel tiefer die Seele.

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Freitag, 27. Juni 2008

Glücksmomente


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Donnerstag, 26. Juni 2008

Urlaub mit Papa


von Dora Heldt. Das Buch erfreut sich großer Erfolge, steht in der Bestsellerliste und ist doch nicht mein Ding. S(ehr l)eichte Unterhaltungslektüre, gelesen und vergessen, ist meine persönliche Meinung. Da es die Länge eines Romans hat, erscheint mir die Geschichte oft als zu konstruiert und bemüht auf das Roman-Format gestreckt. Schade eigentlich, denn die Autorin bringt den trockenen Humor mit und stellenweise sehr gut rüber in gewisser Situationskomik. Weniger wäre da mehr gewesen, zum Beispiel in Form von Kurzgeschichten mit der guten Grundidee. Die Geschichte spielt auf Norderney, doch ich vermisse Lokalkolorit. Allein die Nennung von Straßennamen und Örtlichkeiten ist mir da eindeutig zu wenig. Und da kann ich auch ganz pingelig sein: "Wir gingen in Richtung Kaiserstraße und die Sonne schien uns ins Gesicht." Nee, bestimmt nicht, die Kaiserstraße liegt Richtung Norden ...

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Dienstag, 24. Juni 2008

Ansichtssache


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Freitag, 20. Juni 2008

Glücksmomente


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Mittwoch, 18. Juni 2008

Zeit meines Lebens




Das ist eine Zeitfrage, obwohl ich so gar kein Zeitgefühl besitze. Hätte ich vielleicht in der guten alten Zeit gehabt. Habe ich in diesen Zeiten die Zeit, mir darüber Gedanken zu machen? Ich nehme mir sie einfach – die Zeit.

Was ist das überhaupt, die Zeit? Sie umgibt uns ständig, ist in aller Munde, kaum jemand hat sie und doch bestimmt sie unser Leben. Immer und überall. Zeit ist Geld – diese Aussage ist mir einfach zu zeitlos. Ist sie eine Erfindung des Menschen, war sie schon vor uns da und wird sie ewig da sein – für alle Zeit?

Sie ist schon ein bisschen merkwürdig, die Zeit. Sie ist da, die ganze Zeit. Doch sie existiert anscheinend nicht nur am Stück, sondern auch geschnitten, eine Zeiteinteilung in Zeitabschnitten – so mit der Zeitlupe betrachtet. Da muss man aber aufpassen, dass die zeitliche Abfolge stimmt. Als Hilfsmittel für die Zeitrechnung stellt der Zeitfaktor zwar eine unbekannte Größe dar, spielt aber trotzdem eine wichtige Rolle.

Je mehr ich darüber nachdenke, desto zeitweiliger wird mir. Bin ich zeitlos, wenn ich sie verloren habe? Na schön, ich habe sie vertrödelt, mit dem Zeitgewinn kann ich zu anderer Zeit sparen. Immer noch besser, als wenn ich sie vergeudet, verschenkt, verliehen hätte. Oder sogar vertrieben, aber ich bin schließlich kein Unmensch. Es soll Zeitgenossen geben, die sie sogar totschlagen. Dafür gibt es Zeitzeugen! Aber ich bin da nicht so sicher, es könnte auch ein Zeitgeist gewesen sein, denn bisher habe ich noch kein Zeitdokument darüber gefunden.

Die Zeit läuft weiter, sie bleibt selten stehen. Wenn wir ihrer mal habhaft werden, zerrinnt sie uns sofort zwischen den Fingern. Sehr zeitweise, denn sonst würden wir sie so manches Mal zurückdrehen.

Gibt es eine Maschine, die Zeit produziert? Nein, die Zeitmaschine ist ähnlich wie die gute, alte Eisenbahn. Sie besitzt eine Zeitachse, läuft auf der Zeitschiene, bringt uns in unterschiedliche Zeitzonen. Hoffentlich springt sie nicht aus den Gleisen, denn so ein Zeitsprung kann sehr unangenehm sein. Schauen wir während der Fahrt lieber aus dem Zeitfenster und erfreuen uns am zeitweiligen Ausblick.

Von Zeit zu Zeit glaube ich, dass es mehrere Zeiten gibt. Alles zu seiner Zeit. Läuft aber irgendwie nicht synchron, das sieht man schon an den Jahreszeiten und Gezeiten. Aber darüber mache ich mir keine Sorgen, das geht schon seit Urzeiten so. Zwischendurch tickt halt die Zeitbombe, dann steuert der Zeitzünder ihre Explosion. Zeitgleich wird er zerrissen, der Zeitmesser für Zeiteinteilungen. Der Zeitdruck ist allerdings meist zur falschen Zeit so groß, viel zu selten zeitgerecht.

Ich liebe besonders die Eiszeit, den zeit- aber alles andere als langweiligen Schlemmerabschnitt mit Sahnehäubchen. Das sind so die Zeitpunkte, wo ich das Zeitliche segne - das können sogar Atheisten. Denn es tröstet mich darüber hinweg, dass der Zahn der Zeit an allem nagt, nur nicht am Zeitalter, denn das ist zeitlos.

Die Zeit leidet keine Not, denn sie wohnt in einem Zeitraum – so richtig zeitgemäß. Von Zeit zu Zeit, allerdings in recht unregelmäßigen Zeitabständen, betreibt sie den Zeitaufwand einer Zeitwende, um wieder auf der Höhe der Zeit zu sein. Für diese Zeiterscheinung gibt es jedoch keine Zeiterfassung – sehr zeitweise von ihr. Zur Selbstverteidigung nutzt sie Zeitmesser, um sich Zeitfresser, -diebe, -räuber und Zeitraffer vom Hals zu halten.

Der Versuch, einen zeitgerechten Zeitvertrag mit ihr zu schließen, scheitert vor allem am Zeitmangel. Denn wir verstehen ihre Sprache aus Zeitworten und Zeitzeichen so schlecht. Wie lange dauert die Zeit? Schwer zu sagen, weil sie häufig zwischen zeitgleich und zeitversetzt wechselt. So ist das Zeitgeschehen nunmal.

Welche Uhrzeit haben wir eigentlich? Wenn ich nun zur rechten Zeit zum Ende komme, haben Sie wenigstens nicht das Gefühl, dass ich Ihre Zeit geraubt habe. Bevor Sie vorzeitig protestieren: Ich habe ein bisschen Ihre Zeitersparnis geschmälert, diesen Zeitgewinn werde ich zeitig nutzen. Vielen Dank, dass Sie mir Ihre Zeit geschenkt haben!

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Freitag, 13. Juni 2008

Glücksmomente


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Sonntag, 8. Juni 2008

Die Karte


ist längst fertig und liegt vor mir, doch seit einigen Tagen fehlen mir die Worte, das auszudrücken, was ich empfinde. In stiller Verbundenheit. Nur ein Gruß und die Unterschrift, das ist zu wenig, ich fühle es. Zu viele Worte, die den Klang von Phrasen tragen, zerstören die stille Verbundenheit. Es ist diese Gratwanderung, einem Menschen zu kondolieren, den ich nicht so gut kenne. Und doch ist es keine Frage der Zeitspanne, ob man sich mit einem Menschen verbunden fühlt. Wenn man den schmerzhaften Verlust, den er zur Zeit erfährt, intensiv nachfühlen kann. Bei Menschen, die man gut kennt, reicht manchmal eine Umarmung, um all das auszudrücken, was man nicht in Worte fassen kann. Sie verstehen einen dennoch. In diesem Fall muss ich Worte finden und das Beste ist wohl, dass ich ehrlich schreibe, wie mir die Worte fehlen.

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Freitag, 6. Juni 2008

Glücksmomente


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Sonntag, 1. Juni 2008

Juni 2008


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