Home of taliX

Texte

Fotos

Beratung

Impressum

Moment ... Aufnahme!

Norderney-Tagebuch

Kreative Workshops

© taliX 2001 - 2008

Labels:
Ansichtssache
FFP
Fotos
Gedanken
Geschichten
Glücksmomente
Kommunikation
Kontemplation
Lesestoff
Qualifikation
Warum

Momentaufnahmen im Archiv:
Januar 2007 Februar 2007 März 2007 April 2007 Mai 2007 Juni 2007 Juli 2007 August 2007 September 2007 Oktober 2007 November 2007 Dezember 2007 Januar 2008 Februar 2008 März 2008 April 2008 Mai 2008 Juni 2008 Juli 2008 August 2008 September 2008
<< aktuelle Seite

Samstag, 30. August 2008

Terry Pratchett


ist zur Zeit mein Lieblings-Autor ... ich hatte ihn irgendwie in den letzten Jahren aus den Augen verloren. Ja, ja ... ist mir völlig klar, wie einige Leser jetzt aufstöhnen und die Augen verdrehen: "Wie kann man nur ...?" - ihn vergessen! Seine berühmten Scheibenwelt-Romane sind schließlich weltweit bekannt und die Fan(tasy)-Gemeinde ist riesig.

Sein Werk "Schöne Scheine" habe ich aus vollem Herzen genossen und nun hat mich der Terry-Pratchett-Virus heftig erwischt. Ein Mix aus Fantasy mit unschlagbarem Satire-Faktor, Wortwitz, Wortspielereien und dem Spiegel auf die reale Welt mit schrägen philosophischen Ansätzen. Einfach genial, wie dieser Mensch schreibt. Und Dank an die Übersetzer, dass sie so viel in die deutsche Sprache übertragen haben, dazu gehört ebenfalls ein großes Können. Viele Wortspielereien lassen sich nicht 1:1 übersetzen, da müssen ähnliche Entsprechungen im Deutschen gefunden werden, was die Sache noch erschwert, da britischer und deutscher Humor ebenfalls nicht identisch sind.

Was mich dazu bewogen hat, jetzt mal ein Original zu lesen: "Small Gods". Ja, das ist eine echte Herausforderung und ein gutes Sprachtraining. Aber auch das macht Spaß. Und bitte nicht wundern, wenn ich irgendwo mit dem Buch in der Hand sitze und laut schallend lache ...

Kostprobe gefällig?

"Things just happen, one after another. They don't care who knows. But history ... ah, history is different. History has to be observed. Otherwise it's not history. It's just ... well, things happening one after another."

Labels:



Freitag, 29. August 2008

Glücksmomente


Labels:



Sonntag, 24. August 2008

Schreiben im Café


Rohmaterial nenne ich das, was beim Schreiben im Café entsteht. Da fließen plötzlich Gedanken und Geschichten auf das Papier, die scheinbar aus dem Nichts kommen. Ein Stichwort als Vorgabe und der kreative Brunnen fängt an zu sprudeln. Und ich wage zu behaupten, dass es in dieser Form vor allem durch den handschriftlichen Prozess in Gang gesetzt wird. Beflügelt durch die inspirierende Atmosphäre, das Miteinander von Gleichgesinnten am Tisch, die gemeinsame Neugier auf das, was entstehen wird und das Wagnis, sich darauf einzulassen. Sich über den Rand der Hemmschwelle hinauswagen und mitten hineinspringen ...

Was gestern als Rohmaterial bei mir herauskam, lässt sich gut schleifen und daraus eine schöne Geschichte entstehen. Der Klumpen wirkt viel versprechend. Ob daraus letztendlich wirklich ein Schmuckstück wird, das ist im Moment völlig egal. Vorrangig geht es um das Ausgraben des Rohmaterials, den Spaß dabei und die Überraschung, welches Fundstück da zutage kommt.

Die Speisekarte

Ich lag heute Morgen auf dem Tisch und langweilte mich. Es gab nichts Neues zu berichten, die Eiskarte hatte noch nicht mal neue Gerüchte parat, der Zuckerstreuer brütete dumpf vor sich hin und das Teelicht grübelte, ob es heute wohl angezündet würde angesichts des trüben Wetters draußen. Mir war einfach langweilig.

Ah, endlich ein Mensch, der sich an den Tisch setzte! Ich polierte mein glänzendes Lächeln mit dem verführerischen silbernen Logo auf und strahlte ihn blütenweiß an. Der Versuch, von den ramponierten Schadstellen an der Außenkante abzulenken, wohin mich das Kleinkind gestern gebissen hatte. Ja, ich bin eine Speisekarte, aber doch nicht aus Ess-Papier! Aber erklär das mal so einem Kleinhirn …

Na endlich, der Mensch wandte seine Aufmerksamkeit mir zu. Dünne Finger ergriffen mich und hielten mich direkt vor sein Gesicht. Unangenehm nah – ich fürchtete schon, er wollte den Begriff „Speisekarte“ ebenso wörtlich nehmen. Doch nein, er konnte nur schlecht sehen und seine Augen glubschten mich an. Beim Blättern durch meine Seiten streifte mich einige Male seine Nase … was ihn mir nicht sympathischer machte. Ich mag keine Menschen, die auch noch ihre Nase in alles stecken müssen und wünschte mir eine riesige Anzeige für diesen Optiker, der Sehhilfen preisgünstig anbietet. Denn mit Brille wäre mir das nicht passiert, da war ich sicher.

Es dauerte eine Ewigkeit, bis er mich endlich frei ließ. Und er wollte doch nichts von mir. Schüttelte den Kopf, als die Bedienung nach seinen Wünschen fragte und erhob sich. Na toll, da hatte ich mir unter widrigsten Umständen so viel Mühe gegeben, die Animierdame gespielt und wurde plötzlich keines Blickes mehr gewürdigt. Pah! Darauf hätte ich gut verzichten können.

Da lobe ich mir die älteren Damen, die mich angemessen behandeln. Für sie ist es ein Ritual, mich mit Interesse zu würdigen, meinen Inhalt ehrfurchtsvoll zu studieren und sich von mir zu der ein oder anderen Sünde verführen zu lassen. Wenn sie mich dann zuklappen – natürlich ganz sanft – und mich vorsichtig wieder zurück auf den Tisch legen und sorgfältig ausrichten, dann umspielt für einen kurzen Moment ein verträumtes Lächeln ihren Mund. Denn sie verstehen die Kunst, Geheimnisse in mich hinein- oder aus mir herauslesen zu können – ganz nach Bedarf.

Für sie bin ich nicht nur eine Speisekarte im Café. Nein, ich bin ihre persönliche Vertraute und beste Beraterin. Für jede ihrer Erinnerungen halte ich die entsprechende Zutat parat und wenn sie etwas auswählen, dann ist die Speise oder das Getränk nur ein Sinnbild für das ganz große Kino, das in ihrem Kopf stattfindet. So gesehen bin ich ein individuelles Drehbuch in der Tarnung einer Speisekarte. Die Herrschaften kennen meinen Wert, würden mich niemals abschätzig behandeln. So werde ich gelegentlich zum großen Star auf dem Tisch und habe meinen großen Auftritt, um den mich die Nebendarsteller beneiden.


© Ina Frings
Aus „Schreiben im Café“ – Ver_rückte Ansichten
23.08.2008



Samstag, 23. August 2008

Ansichtssache


Labels:



Mittwoch, 20. August 2008

Schweigen


kann eine Erholung sein - wenn man am Abend eines langen Tages "leergeredet" ist. Da gibt es für mich nichts Schöneres, als raus in die Natur zu gehen und ihr zuzuhören. Sie macht keine großen Worte und hat trotzdem ein einnehmendes Wesen. Ich brauche dann die Weite des Meeres oder der Dünenlandschaft, um mich richtig entspannen und neue Kraft tanken zu können. Am Deich sitzen und den Wellen zugucken, im weichen Moos liegen und in den Himmel schauen, sich selbst und die eingeengte Perspektive des Tages vergessen - das ist die beste "Meditation". Eine Kommunikation der ruhigen und natürlichen Art, ohne alles zu diskutieren, zu hinterfragen, zu beleuchten oder zu zerreden. Einfach alles so sein lassen, wie es ist - und das geht schweigend am besten. Worte bewegen, nur Schweigen kann den Stillstand ertragen.

Labels:



Freitag, 15. August 2008

Glücksmomente


Labels:



Mittwoch, 13. August 2008

Eine Parabel


statt eines Romans - obwohl als Erzählung geschrieben. So empfinde ich eher das Werk von Thierry Cohen "Ich hätte es vorgezogen zu leben". Der Selbstmord eines Freundes hat den Autor dazu gebracht dieses Buch zu schreiben, worin er seine Sichtweise, seine Gefühle und seine philosophischen Gedankengänge zu dem Thema verarbeitet. Was ihm sehr eindringlich gelungen ist, das Buch bewegt den Leser dazu, sich intensiv mit der eigenen Vergänglichkeit und dem Geschenk des Lebens auseinander zu setzen. Durch eine Geschichte, die absolut ver_rückt ist: Der junge Mann, der sich an seinem 20. Geburtstag das Leben nimmt, wacht in unterschiedlichen Abständen von einigen Jahren immer wieder an seinem Geburtstag auf, hat ein paar Stunden geistiger Klarheit, in denen er sein Leben mit diesen Zeitsprüngen der Vergangenheit aus der Perspektive eines Zuschauers betrachtet und versucht, irgendwie für eine künftige positive Entwicklung einzugreifen. Er muss immer schmerzlicher erkennen, wie sehr er das Geschenk des Lebens vergeudet.

Was mich an dem Umschlagtext zunächst interessiert hat, das Buch zu lesen, bekam nach dem Ende und dem eigenen Auseinandersetzen mit dem Thema eine viel tiefere Bedeutung:

"Du hast immer nur einen Tag für dein ganzes Leben und für deine Liebe ...
Und irgendwann wachst du auf ... ... und freust dich, weil du mit der Frau zusammen bist, wegen der du dich umgebracht hast ... ... und wunderst dich, weil jemand Anderer dein Leben auf eine Weise führt, die dir nicht gefällt ... ... und merkst, wer dieser Andere ist: dein größter Feind - du selbst!"


Absolut lesenswert!

Labels:



Samstag, 9. August 2008

Versunken in der Tintenwelt


war ich in den letzten Wochen. Cornelia Funke hat die Gabe, mit ihren Worten den Leser in die Welt hinter den Buchstaben des Buches zu versetzen. Was ja die Grundidee der Tintenherz-Trilogie ist. Bezaubernd schöne Wortspielereien, magische Bilder aus Worten geformt. Das fasziniert mich, welche Kraft diese Geschichte entwickelt. Die Macht der Worte, hier ist sie spürbar - in all ihren Facetten.

Genau das ist mein persönliches Problem, dass ich über den zweiten Band nicht hinauskommen werde. Denn was im "Tintenherz" noch viel Leichtigkeit beinhaltet trotz manch düsterem Geschehen, habe ich im "Tintenblut" schmerzlich vermisst. Der Lesestoff wurde immer dunkler und schwerer, was sich mir aufs Gemüt legte. So fiel es für mich auch nicht überraschend aus, dass sich die Geschichte bis hin zu einem offenen Ende zieht, das nach einem weiteren - dritten - Band verlangt. Den ich nicht unbedingt lesen muss.

Ähnlich ist es mir damals bei der Harry Potter Geschichte ergangen. Die ersten beiden Bände fand ich toll, ab dem dritten wurde es mir zu düster. Auch diese Geschichte habe ich bis heute nicht zu Ende gelesen und ich vermisse es nicht. Gut und Böse, Leichtigkeit und Schwere müssen für mich in einem Buch ein Gleichgewicht haben. Sobald es in eine Richtung abkippt, verliert sie für mich den Reiz. Ich brauche auch beim Lesen das Gefühl, dass das (fiktive) Leben ebenso schöne und reizvolle Momente enthält, die auch im Dunkel immer wieder aufflammen und ein strahlend schönes Licht verbreiten, selbst wenn es manchmal nur ein Schimmer ist. Denn er trägt die Hoffnung in sich, dass sich zum Schluss alles noch zum Guten wendet.

Labels:



Freitag, 8. August 2008

Glücksmomente


Labels:



Freitag, 1. August 2008

August 2008


Labels: